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Oostende, BelgienBei Whoppah seit Februar 2025 • 1 Verkauf
Hersteller: Dümler & Breiden
Produktionszeitraum: 1960er-1970er Jahre
Herkunftsland: Westdeutschland
Markierung: 310-15
Stil: Retro, Vintage
Zustand: Sehr gut. Die kleine Vase weist Gebrauchs- und Altersspuren auf.
Produktcode: 2024EC
Material: Keramik
Farbe: Mehrfarbig
Durchmesser: ca. 12 cm
Tiefe: ca. 5 cm
Höhe: ca. 15 cm
Interessantes Zusammenspiel von Texturen und Farben. Wunderschöner Kontrast zwischen matter und glänzender Glasur. Besonders auffällig ist die violette Farbe. Diese Farbe ist selten und bei Sammlern sehr begehrt. Sehr schönes Design mit dem kantigen Henkel!
Dümler & Breiden.
Die Manufaktur nahm 1883 in Höhr-Grenzhausen, einer Stadt, die für ihre zahlreichen Keramikfabriken bekannt wurde, die Produktion auf. Die Gründer waren Peter Dümler (7.11.1860 – 19.4.1907) und sein Schwager Albert Breiden (12.6.1860 – 27.5.1926). Peter war Designer und wurde von Reinhold Hanke und Simon Peter Gerz ausgebildet. Albert, der von seinem Onkel S.P. Gerz gelernt hatte, leitete das Unternehmen. Nach Peters Tod im Jahr 1907 übernahm Albert die Firma mit Unterstützung von Peters Witwe Bertha. Paul Dümler, Peters Sohn, trat in die Fußstapfen seines Vaters und entwarf die Serie „Terra Sigillata“ (nach dem Vorbild antiker römischer Keramik). Seine Karriere war jedoch kurz, da er nicht aus dem Krieg zurückkehrte. 1918 trat sein Neffe Ernst Dümler in das Unternehmen ein und übernahm Peters Position. Albert hatte seine Anteile am Unternehmen bereits 1913 verkauft. Nach dem Ersten Weltkrieg leitete Albert die Firma S.P. Gerz mit Unterstützung seiner beiden Söhne Adolf und Hermann. Albert verstarb im Mai 1926 im Alter von 65 Jahren, woraufhin Hermann die Geschäftsführung übernahm.
Anfangs wurden vorwiegend traditionelle Steingutwaren wie Bierkrüge, Punschbowlen und Becher hergestellt. Nach dem Krieg, während des Keramikbooms der 1950er und 1960er Jahre, erlebte das Unternehmen ein starkes Wachstum. Von 1930 bis Ende der 1980er Jahre zählte D&B zu den führenden Keramikfabriken. Die Bierkrugproduktion erreichte ihren Höhepunkt zwischen 1890 und den 1930er Jahren und wurde 1957 eingestellt.
Eine Serie besonderer Vasen wurde entworfen und ist an der Bodenmarke „RELIEF“ erkennbar. Ende der 1960er-Jahre wurde eine kupferfarbene Glasur mit feinen Kupferpartikeln entwickelt. Sie erzeugt einen schimmernden Effekt im Licht. Die Qualität der meisten Vasen war sehr hoch. Keine Vase durfte das Werk verlassen, wenn sie Mängel aufwies. Dümler & Breiden war sehr erfolgreich, blieb aber hinter den damaligen Marktführern Ruscha und Scheurich zurück. Das Unternehmen schloss 1995 seine Pforten. Dümler & Breiden, später Höhr, Hessen-Nassau, Preußen (später Höhr-Grenzhausen, Rheinland-Pfalz), war ein Kunststeinwerk und eine Zinkgießerei. Neben Peter Dümler arbeiteten unter anderem folgende Designer für Dümler & Breiden: Paul Zimmerling (1951–1961 und 1968–1973), Rudolf Christmann (1952–1966, später Carstens), Rudolf Kügler und Albin Camillo Müller. Der Verkäufer bei Dümler & Breiden war Joh. Korzilius.
Quelle: Dümler & Breiden – fatlava-Schiedam
Spezifikationen
ZustandSehr gutFarbenBlau, MehrfarbigMaterialKeramikAnzahl der Artikel1Höhe15 cmBreite11 cmTiefe5 cmGebrauchsspurenFalten