Liegender Chaiselongue-Sessel, gebogenes Buchenholz, signiert Thonet, Jugendstil, 1879 – Österreich
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Liegesofa Nr. 2, gebogenes Buchenholz, signiert Thonet, Jugendstil, 1879 – Österreich
Modell: Schlafsofa Nr. 2, Canapé Nr. 2, Schlafsofa Nr. 2, Sofa à letto Nr. 2
Signatur: Gebrüder Thonet
Stil: Jugendstil
Material: Gebogenes Buchenholz
Jahr: Katalog von 1879
Herkunftsland: Österreich
Guter Zustand, dem Alter und der Nutzung entsprechend
Maximale Maße: 80 x 170 x 70 cm
Maße zusammengeklappt: 58 x 150 x 70 cm
Außergewöhnliches Liegesofa Nr. 2, entworfen von den Gebrüdern Thonet und in ihrem Katalog von 1879 abgebildet, signiert auf der Rückseite. Dieses formschöne und harmonische Möbelstück aus gebogenem Holz verfügt über eine verstellbare Rückenlehne mit Zahnmechanismus und ist für zusätzlichen Komfort mit Rohrgeflecht bezogen. Dieses Bugholzmöbelstück ist ein wahrer Klassiker und bei Sammlern hoch geschätzt. Es verkörpert den reinsten Jugendstil des späten 19. Jahrhunderts. Mit seinen filigranen Formen verleiht das Bugholz dem Möbelstück eine komplexe und zugleich leichte Anmutung, die in jedem Detail sichtbar ist.
Das Bugholzverfahren wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von dem deutschen Designer Michael Thonet entwickelt, um funktionale und attraktive Möbel effizient und kostengünstig herzustellen. Er patentierte das Verfahren 1841, doch nach Ablauf des Patents im Jahr 1869 traten andere Hersteller in Österreich-Ungarn in den Markt ein, darunter die Firma J. & J. Kohn, die bereits seit 1867 Modelle mit eigenem Charakter entwickelte und zu Thonets Hauptkonkurrenten wurde. Bugholzmöbel wurden als Sitzmöbel für Cafés und Gärten und später auch als aufwendige Polstermöbel für den Wohnbereich weit verbreitet. Sie waren wirtschaftlich, langlebig, leicht und ideal für den Export, da die einzelnen Komponenten nach dem Transport montiert werden konnten. Dies war für die damalige Zeit eine hochinnovative Technik: Die Möbel wurden hergestellt, indem die Holzteile gedämpft, gebogen und anschließend in Metallformen gelegt wurden, um die gewünschte Form zu erhalten. Danach wurden sie in Trockenöfen getrocknet und anschließend mit Beschlägen anstelle der traditionellen, handgeschnitzten Verbindungen zusammengefügt. Die Idee standardisierter Elemente revolutionierte die Prinzipien der Möbelproduktion.
Die Geschichte der Familie Thonet und der Brüder Thonet
Einer der wichtigsten Momente in der Geschichte der Möbelherstellung war die Revolutionierung des Möbelbaus durch Michael Thonet (Boppard, Deutschland, 2. Juli 1796 – Wien, Österreich-Ungarn, 3. März 1871). Seit der Gründung seiner ersten Werkstatt in Boppard am Rhein steht der Name Thonet für hochwertige, innovative und elegante Möbel. Sein erster großer Erfolg war der Bopparder Schichtholzstuhl im Jahr 1836, und 1841 wurde er mit der Innenausstattung des Schlosses Liechtenstein beauftragt. 1842 zog Thonet dank der Unterstützung des österreichischen Bundeskanzlers Klemens von Metternich mit seiner Familie nach Wien. Dort perfektionierte er seine Methode und gründete offiziell sein Unternehmen. Dies waren die ersten Schritte im industriellen Möbeldesign. Zu seinen berühmtesten Kreationen zählt der „Stuhl der Stühle“, auch bekannt als Caféhausstuhl (oder Stuhl Nr. 14). Le Corbusier sagte dazu: „Nichts Eleganteres, besser Konzipiertes, Präziseres und Funktionaleres wurde je geschaffen.“ Dieser Entwurf aus dem Jahr 1859 besteht aus nur sechs Holzteilen. Er revolutionierte die Möbelproduktion, indem er Arbeitsaufwand, Zeit und Verpackungsmaterial sowie die Kosten für den Käufer reduzierte. All dies verdankte er einer einfachen Technik: Er behandelte das Buchenholz mit Leim in Dampfbädern, um seine Flexibilität zu verbessern, und formte es anschließend in Bronzepressen. Danach verschraubte er die Teile. Dieses Verfahren erhöhte die Haltbarkeit des Holzes und verlieh den Möbeln große Stabilität. Dieser Paradigmenwechsel brachte ihm auf der Pariser Weltausstellung 1867 eine Goldmedaille ein. Das Unternehmen wurde 1853 offiziell in Gebrüder Thonet umbenannt, als seine fünf Söhne in den Betrieb eintraten. Dadurch erlangte es internationale Bedeutung und eröffnete Niederlassungen in ganz Europa und später auch in Amerika. Auf dem Höhepunkt der Industriellen Revolution war Michael Thonet zweifellos ein Mann seiner Zeit.
Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie zerfiel das Unternehmen in verschiedene Tochtergesellschaften in Deutschland und Österreich. Die Marke blieb jedoch erhalten und wurde weitergeführt. In Deutschland wurde das Unternehmen als Thonet GmbH neu organisiert und hat seinen Sitz heute in Frankenberg.
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Spezifikationen
ZustandSehr gutFarbenBraunMaterialHolzAnzahl der Artikel1MarkeThonetHöhe80 cmBreite170 cmTiefe70 cmSitzhöhe43 cmGebrauchsspurenKratzer