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Germaine Richier – Don Quichotte

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Saint-Didier, FrankreichBei Whoppah seit Januar 2022 • 6 Verkäufe
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Beschreibung des Produkts
Seltene, signierte und nummerierte Radierung der renommierten Bildhauerin Germaine Richier, deren Werk durch die Wiederentdeckung von Künstlerinnen zunehmend neu bewertet wird und die oft als das kreative Alter Ego von Alberto Giacometti bezeichnet wird. Diese in den 1950er-Jahren entstandene Radierung (66 × 50 cm) zeigt eines der bedeutendsten Sujets der Künstlerin: Don Quijote. Diese Figur, die auch als skulpturales Meisterwerk gilt, markiert den Beginn einer neuen Stilphase in Richiers Werk – einer langgestreckten, schlanken Ästhetik. Im Gegensatz zu ihren früheren, massiven Figuren wie dem Oger begründet Don Quijote eine Reihe von zarten, fragilen Silhouetten, die jeden Moment zu zerbrechen scheinen. Ihr wegweisender Charakter sprengt die Grenzen der gewöhnlichen menschlichen Figur und etabliert Don Quijote als ein Hauptwerk. Kurz zuvor hatte Richier die Christusfigur für die Kirche von Assy geschaffen, ein Auftrag, in dem die Körperlichkeit bis ins Extrem gedehnt wird und beinahe mit dem Konzept verschmilzt. Don Quichotte gehört derselben strengen und idealistischen Tradition an: Cervantes’ fahrender Ritter entfernt sich von der romantischen Schelmenromantradition und erlangt in Richiers Vision eine authentische Würde. Der erhobene linke Arm deutet auf eine Sehnsucht nach dem Himmel hin, während die kraftvolle Diagonale der im Griff verankerten Lanze Entschlossenheit vermittelt. Richiers Don Quichotte ist kein einfacher Held; wie Sisyphos erscheint er als Eroberer, der auf langen, knorrigen, an Äste erinnernden Beinen durch Wälder schreitet. Zusammen mit dem halb menschlichen, halb pflanzlichen linken Arm offenbaren diese Beine Einblicke in Richiers beinahe pantheistische Vorstellungskraft – eine Welt weniger fantastisch als dramatisch, in der natürliche Elemente im Dienste der Schönheit verschmelzen. Don Quichotte erlangt dadurch eine universelle Dimension und steht neben Giacomettis „Der Mann, der geht“. Germaine Richier zählt neben Alberto Giacometti, Henry Moore, Barbara Hepworth, Alexander Calder, Pablo Picasso, Constantin Brancusi, Henri Matisse und Jean Dubuffet zu den bedeutendsten Bildhauerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie nimmt eine zentrale Stellung in der Geschichte der modernen Skulptur ein und bildet ein Bindeglied zwischen Rodin und der Generation, die zu César führte. Ausgebildet in der Tradition von Auguste Rodin und Antoine Bourdelle, entwickelte Richier in ihrer gut 25-jährigen Karriere – von den 1930er Jahren bis zu ihrem frühen Tod 1959 – eine zutiefst originelle und radikale Bildhauersprache. Zentrale Themen wie die menschliche Figur, die Tierwelt und der Mythos prägten ihr Schaffen. Wie Giacometti trug sie entscheidend zur Erneuerung der menschlichen Figur nach dem Krieg bei und schuf neue Bilder von Mann und Frau in der modernen Skulptur.

Spezifikationen
ZustandSehr gutFarbenWeiß, SchwarzMaterialPapierAnzahl der Artikel1OrientierungPorträtFormatMediumHöhe66 cmBreite50 cm

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Saint-Didier, FrankreichBei Whoppah seit Januar 2022 • 6 Verkäufe
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