Yolande Ide (1931) - Terrakotta-Skulptur " Nicole "
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Yolande Ide (1931)
Diese Terrakotta-Skulptur fängt einen heiteren und doch suggestiven Moment ein und zeigt eine sitzende weibliche Figur in einem organischen, strukturierten Stil. Die raue, fast erodierte Oberfläche verleiht dem Werk eine rohe, ausdrucksstarke Qualität, die den natürlichen Fluss des Körpers und die Unvollkommenheit der menschlichen Form betont. Der Künstler verbindet gekonnt die klassische figurative Bildhauerei mit einem erdigen, fast ursprünglichen Ansatz, der eine tiefe Verbundenheit mit der Natur unterstreicht. Die entspannte und doch aufmerksame Haltung vermittelt eine ruhige Selbstbeobachtung, als ob die Person in Gedanken versunken wäre. Der auf dem Sockel eingravierte Name "Nicole" deutet auf eine persönliche Dimension des Werks hin und unterstreicht seine intime und kontemplative Essenz.
Biografie der Künstlerin:
Yolande Ide, heute 94 Jahre alt, stammt aus der belgischen Küstenstadt De Haan. Sie ist die Tochter von Léon Ide, einem bekannten Architekten in der Gemeinde De Haan.
Im Jahr 1950 schrieb sich Yolande in Kurse an der Akademie der Schönen Künste in Antwerpen ein.
Ihr ganzes Leben lang schuf sie im Verborgenen, in ihrer kleinen Werkstatt im großen Haus der Familie, herrliche Terrakotta-Skulpturen und Gemälde. Trotz ihres künstlerischen Talents stellte sie ihre Werke nie aus, sondern zog es vor, ihr Atelier in dem Schloss, in dem sie wohnte, zu behalten.
Yolande fertigte ihre Skulpturen sorgfältig an, wobei sie sich auf weibliche Figuren konzentrierte, die für die 1960er Jahre stark stilisiert waren und in ihrem Stil als avantgardistisch galten. Wie eine leidenschaftliche Künstlerin schuf sie manchmal auch männliche Figuren. Auch in der Malerei hatte sie Erfolg.
Ihre Skulpturen zeichnen sich durch ihre raue Schönheit aus.
Ihr Vater, Leon Ide, war ein bekannter Architekt, der die architektonische Landschaft von De Haan in der Zwischenkriegszeit stark beeinflusste. Er spezialisierte sich auf den Entwurf von anglonormannischen und flämischen Landhäusern und realisierte auch Projekte in anderen Küstengemeinden wie Bredene und Middelkerke. Insbesondere renovierte er das "Grand Hôtel du Coq-sur-mer" in Le Coq, das 1889 von Alfred Neirynck entworfen worden war, und entwarf das Rathaus der ehemaligen Gemeinde Klemskerke.
Handsigniert. Ca. 1960er Jahre.
Abmessungen: 32 x 40 x 30 cm.
9 kg
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Spezifikationen
ZustandGutFarbenBeige, Braun, TaupeMaterialKeramikAnzahl der Artikel1Höhe32 cmBreite40 cm