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Monumentale tibetische Vajrasattva Bildhauerei – Feuervergoldete Bronze mit Newar-Einfluss & nepalesischem Siegel – 19. Jh.
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Monumentale tibetische Vajrasattva Bildhauerei – Feuervergoldete Bronze mit Newar-Einfluss & nepalesischem Siegel – 19. Jh.

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Damme, DeutschlandBei Whoppah seit Februar 2025 • 3 Verkäufe
Beschreibung des Produkts
Abmessungen: H 40.5 × B 27.5 cm Gewicht: 5.4 kg Herkunft: Tibet / Himalaya, mit deutlichem Newar-Einfluss Datierung: 19. Jahrhundert Material: Kupferreiche Bronze mit historischer Feuervergoldung Darstellung: Vajrasattva Provenienz: Historisches nepalesisches Prüf-/Exportsiegel, vermutlich circa 1950–1960 Monumentale tibetische Vajrasattva Eine außergewöhnlich schwere und reich gearbeitete tibetische Bronze-Bildhauerei von Vajrasattva, die im Vajrayana-Buddhismus mit Reinigung, Klarheit und der Wiederherstellung spiritueller Reinheit assoziiert wird. Mit einer Höhe von 40.5 cm und einem beträchtlichen Gewicht von 5.4 kg gehört diese zu den deutlich größeren und schwereren Bronze-Vajrasattva-Bildhauereien. Die Bildhauerei kombiniert tibetisch-buddhistische Ikonographie mit deutlichen Newar-Einflüssen in Krone, Schmuck, Körperformen und reich gravierten Gewändern. Neben den stilistischen Merkmalen ist der technische Zustand besonders interessant. Unter Vergrößerung werden verschiedene historische Oberflächenschichten sichtbar, darunter Reste von Vergoldung, Abnutzung, alte Ablagerungen und Oxidation. Darüber hinaus ist ein kleines historisches nepalesisches Prüf-/Exportsiegel mit seinem Originalkordel noch immer an der Bildhauerei befestigt. Ikonographie und künstlerische Ursprünge Vajrasattva – Vajra und Ghanta Vajrasattva ist an seinen traditionellen rituellen Attributen erkennbar. In seiner rechten Hand hält er den Vajra, das rituelle Donnerkeil-Zepter, das im Vajrayana unter anderem Unzerstörbarkeit und Methode symbolisiert. Die linke Hand trägt die Ghanta, die rituelle Glocke, die mit Weisheit assoziiert wird. Vajra und Ghanta bilden zusammen eine der wichtigsten symbolischen Kombinationen im tantrischen Buddhismus. Die beiden Attribute verweisen auf die Vereinigung von Methode und Weisheit auf dem Weg zur Erleuchtung. Tibetisch mit starkem Newar-Einfluss Das Design zeigt deutlich, wie eng die künstlerischen Traditionen Tibets und des Kathmandu-Tals historisch miteinander verknüpft waren. Über Jahrhunderte hinweg stellten Newar-Metallarbeiter aus Nepal hochwertige buddhistische Bildhauereien für tibetische Auftraggeber her und übten einen großen Einfluss auf die Entwicklung der tibetischen Metallarbeiten aus. Bei dieser Bildhauerei ist dieser Einfluss besonders erkennbar in der reich detaillierten Krone, den großen runden Ohrringen, den anmutigen Körperproportionen, dem Schmuck und den umfangreichen floralen Gravuren auf der Kleidung. Chinesische Einflüsse in der Dekoration Besonders interessant ist die Kombination von himalayischen floralen Motiven mit dekorativen Elementen, die auch an chinesische Ikonographie erinnern. Unter den Ranken befindet sich unter anderem ein rundes Medaillonmotiv mit einem ausgeprägten ostasiatischen Charakter. Eine solche Kombination bedeutet nicht unbedingt, dass die Bildhauerei in China hergestellt wurde. Die tibetisch-buddhistische Kunst entwickelte sich in einem künstlerischen Netzwerk, in dem tibetische, Newar- und chinesische Stilelemente ständig ausgetauscht wurden. Daher betrachten wir die Bildhauerei primär als tibetisch/himalayisch mit starkem Newar-Einfluss und zusätzlichen sino-tibetischen Stilelementen. Historische Feuervergoldung Eines der wichtigsten technischen Merkmale der Bildhauerei ist ihre historische Vergoldung. Goldfarbene Oberflächenschichten sind noch über weite Bereiche der Bronze vorhanden, wobei unter Vergrößerung deutliche Unterschiede zwischen exponierten und geschützten Zonen sichtbar sind. Die beobachtete Oberfläche und das Abnutzungsmuster stimmen mit traditioneller Feuervergoldung überein. Bei dieser historischen Technik wurde ein Gold-Quecksilber-Amalgam auf eine kupferhaltige Oberfläche aufgetragen und anschließend erhitzt. Nach dem Erhitzen blieb eine stark haftende, goldreiche Oberflächenschicht zurück. Natürliche Abnutzung der Feuervergoldung Unter mikroskopischer Vergrößerung ist deutlich sichtbar, wie die goldfarbene Schicht auf exponierten Oberflächen allmählich dünner geworden ist, während intensivere Reste entlang geschützter Kanten, Vertiefungen, Gravuren und zwischen hervorstehenden dekorativen Elementen erhalten geblieben sind. Der Übergang von den intensiv goldfarbenen Resten zum matteren goldbraunen Untergrund ist fließend. Es sind keine klaren folienartigen Kanten oder abblätternde Flocken sichtbar, wie man es bei einer aufgebrachten Blattgoldschicht erwarten könnte. Besonders um kleine dekorative Kanten ist das Muster klar: Die hervorstehenden Teile zeigen Abnutzung durch Gebrauch und Polieren, während in geschützten, unmittelbar angrenzenden Bereichen deutlich stärkere Reste der ursprünglichen Vergoldung vorhanden sind. Vergoldung unter dem Mikroskop Unter starker Vergrößerung scheint die verbleibende goldfarbene Schicht eng mit der Metalloberfläche verbunden zu sein. Lokal ist sie fast verschwunden, während wenige Millimeter weiter eine viel intensivere Goldfarbe noch vorhanden sein kann. Diese ungleichmäßige Verteilung ist wichtig. Eine historische Oberfläche muss nicht überall die gleiche Farbe, den gleichen Glanz oder den gleichen Oxidationsgrad aufweisen. Erhöhungen, tiefe Gravuren, geschützte Nähte und Oberflächen, die über Generationen berührt werden konnten, haben jeweils ihre eigene Oberflächengeschichte. Die mikroskopischen Beobachtungen unterstützen somit eine historische metallische Vergoldung. Ohne Elementaranalyse wird das Vorhandensein von Quecksilber jedoch nicht als analytisch unabhängig nachgewiesen dargestellt. Handgravierte Dekoration und Handwerkskunst Florale und geometrische Gravuren Die Kleidung und Ornamente wurden aufwendig handgraviert. Große florale Ranken verlaufen über die Gewänder, kombiniert mit kleineren geometrischen Mustern und Zierbändern. Unter Vergrößerung sind kleine Unterschiede in Breite, Tiefe und Richtung einzelner Linien sichtbar. Diese Variationen stimmen mit der manuellen Nachbearbeitung der gegossenen Oberfläche überein. In vielen der tieferen Gravuren haben sich dunkle Ablagerungen angesammelt, während die erhabenen Oberflächen erheblich glatter geworden sind. Dies erzeugt nun einen starken Kontrast, der die ursprüngliche Dekoration noch sichtbarer macht. Oberfläche und natürliche Altersspuren Bei normalem Betrachtungsabstand präsentiert sich die Bildhauerei in einem auffallend intakten und goldfarbenen Erscheinungsbild. Unter dem Mikroskop erweist sich die Oberfläche jedoch als wesentlich komplexer. Lokale Kratzer, kleine Vertiefungen, dunkle Ablagerungen, Oxidation, polierte Zonen und verschiedene Abnutzungsstadien sind sichtbar. Einige dieser Spuren befinden sich tief in schwer zugänglichen Teilen der Bildhauerei, während andere genau auf den exponiertesten Oberflächen erscheinen. Diese Unterschiede sind für die technische Forschung relevanter als eine gleichmäßige dunkle Patina. Sie zeigen, dass verschiedene Teile des Objekts über einen langen Zeitraum unter unterschiedlichen Bedingungen reagiert haben. Historisches nepalesisches Prüf-/Exportsiegel Ein einzigartiger Teil der Provenienz ist das kleine rote nepalesische Lack-/Schellack-Siegel, das noch mit seinem alten Kordel an der Bildhauerei befestigt ist. Das Siegel ist stark gealtert und zeigt Dehydration, Schrumpfung, tiefe Craquelé und Beschädigungen an den Rändern. Das alte Kordel und die ursprüngliche Befestigung sind ebenfalls erhalten geblieben. Basierend auf aktuellen Forschungen und dem Vergleich mit historischen nepalesischen Prüf- und Exportverfahren wird dieser Siegeltyp vorläufig um die Mitte des 20. Jahrhunderts, wahrscheinlich circa 1950–1960, eingeordnet. Was das nepalesische Siegel dokumentiert Das Wichtigste ist, das Siegel richtig zu interpretieren. Ein solches Siegel ist kein wissenschaftliches Zertifikat, das automatisch das genaue Alter der Bildhauerei bestimmt. Es dient primär als historischer Provenienzmarker: Es dokumentiert einen Zeitpunkt, zu dem die Bildhauerei bereits in Nepal war und dort Teil eines offiziellen Prüf-, Verwaltungs- oder Exportverfahrens wurde. Wenn das Siegel und seine ursprüngliche Befestigung tatsächlich aus der Zeit um 1950–1960 stammen, bietet dies einen wichtigen chronologischen Ankerpunkt in der Geschichte der Bildhauerei des 20. Jahrhunderts. Warum das Siegel die Herkunft nicht bestimmt Ein nepalesisches Siegel bedeutet ausdrücklich nicht, dass die Bildhauerei in Nepal hergestellt worden sein muss. Über Jahrhunderte hinweg war Nepal sowohl ein wichtiges Produktionszentrum als auch ein Knotenpunkt für buddhistische Kunst aus dem gesamten Himalaya. Tibetische religiöse Bildhauereien konnten über Nepal reisen, dort gehandelt oder letztendlich von Nepal nach Europa und andere Teile der Welt exportiert werden. Dies wurde im 20. Jahrhundert aufgrund politischer Veränderungen in Tibet und der Bewegung tibetischer Gemeinschaften und religiöser Objekte in der gesamten Himalaya-Region noch relevanter. Dieser historische Kontext macht eine tibetische Herkunft, kombiniert mit einer späteren nepalesischen Prüf- oder Exportgeschichte, völlig plausibel. Ohne zusätzliche Dokumentation wird dieser einzelnen Bildhauerei jedoch keine spezifische klösterliche, Flüchtlings- oder Sammlerprovenienz zugeschrieben. Das Siegel als Terminus Ante Quem Wenn ein historisches Siegel zuverlässig datiert werden kann und seine ursprüngliche Verbindung zum Objekt intakt ist, kann es als Terminus Ante Quem fungieren: Die Bildhauerei muss bereits vor dem Zeitpunkt existiert haben, zu dem das Siegel angebracht wurde. Dies macht das Siegel wertvoll für die Provenienzforschung, bestimmt aber nicht, ob die Bildhauerei beispielsweise 1750, 1850 oder 1900 hergestellt wurde. Die Datierung der Bildhauerei selbst muss unabhängig untersucht werden. Für eine detailliertere Erklärung der historischen nepalesischen Prüf- und Exportpraktiken, der Bedeutung roter Lacksiegel und ihrer Grenzen als Datierungsnachweis siehe unseren Forschungsartikel „Nepalesische Exportsiegel auf Buddha-Statuen – Was beweisen sie wirklich?“ Datierung und technische Forschung Datierung: 19. Jahrhundert Basierend auf der aktuellen Kombination stilistischer und technischer Merkmale ordnen wir diese Vajrasattva vorsichtig dem 19. Jahrhundert zu. Diese Einschätzung berücksichtigt unter anderem die Ikonographie, die schwere Ausführung, die traditionelle Gusstechnik, die manuelle Nachbearbeitung, die dekorative Formensprache, die historische Vergoldung, die Oberflächenentwicklung und den Vergleich mit tibetischen und Newar-inspirierten Himalaya-Bronzen. Eine Datierung ins 18. Jahrhundert kann allein aufgrund des Stils nicht vollständig ausgeschlossen werden, wird aber ohne stärkere vergleichende oder materialtechnische Beweise bewusst nicht als sicher dargestellt. Wir halten die konservativere Klassifizierung des 19. Jahrhunderts zum jetzigen Zeitpunkt für die am besten geeignete. Mikroskopische Forschung Die Bildhauerei wurde von uns mittels Makrofotografie und mikroskopischer Oberflächenanalyse untersucht. Besonderes Augenmerk wurde auf die Vergoldung, Gravuren, Abnutzungszonen, geschützte Oberflächen, Korrosion, Ablagerungen und die Beziehung zwischen den verschiedenen sichtbaren Oberflächenschichten gelegt. Die Mikroskopie selbst liefert kein absolutes Kalenderdatum. Ihr Wert liegt darin, Details sichtbar zu machen, die mit bloßem Auge kaum zu beurteilen sind, und verschiedene Teile desselben Objekts zu vergleichen. Auf diese Weise können technische Beobachtungen mit stilistischen und historischen Daten kombiniert werden, ohne eine einzelne Eigenschaft als absoluten Altersnachweis zu behandeln. Eine außergewöhnliche tibetische Tempelbronze Die Kombination aus monumentaler Größe, außergewöhnlichem Gewicht von 5.4 kg, umfangreichen Handgravuren, historischer Vergoldung, raffinierter Vajrasattva-Ikonographie und dem erhaltenen nepalesischen Prüf-/Exportsiegel macht dies zu einem besonders vollständigen Sammlerstück. Darüber hinaus repräsentiert die Bildhauerei verschiedene Kapitel aus der Geschichte der Himalaya-Kunst. Die Bildhauerei selbst demonstriert das künstlerische Zusammenspiel zwischen Tibet und der Newar-Tradition, mit zusätzlichen chinesischen Einflüssen, während das alte nepalesische Siegel eine greifbare Spur der späteren Reise des Objekts im 20. Jahrhundert bildet. Eine monumentale tibetische Vajrasattva, die buddhistische Ikonographie, traditionelle Metallhandwerkskunst, historische Feuervergoldung und ein selten erhaltenes Provenienzelement kombiniert. Zusätzliche Details: - Marke: 1stbuddha - Stil: Tibetisch - Stil: Himalaya - Stil: Newar - Stil: Buddhistisch - Stil: Sino-Tibetisch - Farbe: Gold - Periode: 19. Jahrhundert - Verfügbarkeit: auf Lager - Produkttyp: Statue / Bildhauerei

Spezifikationen
KategorieBildhauereiZustandGutMaterialBronze, GoldStandort des VerkäufersDammeLieferoptionenLieferung oder Abholung

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