Jean-Claude de Crousaz für Arpot & Atelier Mario Enke Workshop Kuratiertes Duo
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Jean-Claude de Crousaz für Arpot & Andrea Denner für die Werkstatt Mario Enke – Kuratiertes Duo skulpturaler Studiokeramikvasen
Schweiz & Deutschland, 1960er–1970er Jahre
Ein außergewöhnliches kuratiertes Duo europäischer Studiokeramikvasen vereint zwei stark haptisch und skulptural geprägte Ansätze der modernen Keramik der Nachkriegszeit. Obwohl sie in unterschiedlichen Kontexten entstanden – die eine in der Schweiz von Jean-Claude de Crousaz für Arpot Swiss Keramik, die andere in Deutschland in der Werkstatt Mario Enke bei Potsdam – treten die beiden Objekte in einen bemerkenswert harmonischen visuellen Dialog, der sich um biomorphe Abstraktion, Oberflächenexperimente und organische Formen dreht.
Gemeinsam verkörpern sie den Wandel, der sich in der europäischen Keramik der 1960er und 1970er Jahre vollzog, als Gefäße zunehmend über die reine Funktionalität hinausgingen und zu eigenständigen skulpturalen Objekten wurden.
Die größere Vase von Jean-Claude de Crousaz bildet einen eleganten vertikalen Kontrapunkt zur kompakten Kugelform von Andrea Denner. Beide Werke faszinieren durch taktile Reliefstrukturen, geologische Texturen und natürliche Wachstumsmuster, doch jedes nähert sich diesen Ideen auf seine eigene Weise: das eine durch rhythmische, asymmetrische Knötchen und raffinierte Glasurübergänge, das andere durch kraterartige, matte Oberflächen, eingeritzte Texturen und eine kompakte, planetarische Geometrie.
Das Ergebnis ist ein Paar, das sich zugleich hocharchitektonisch und zutiefst organisch anfühlt – irgendwo zwischen Meeresformen, Samenstrukturen, vulkanischem Material und moderner Skulptur.
Vase von Jean-Claude de Crousaz – Arpot Swiss Keramik
Diese skulpturale Vase, entworfen vom Schweizer Keramikkünstler Jean-Claude de Crousaz, vereint sanft geschwungene Geometrie mit einer reich strukturierten Reliefoberfläche aus erhabenen Knötchen unterschiedlicher Größe. Die seidenmatte Glasur changiert zwischen Beige-, Creme- und warmen Rosttönen und unterstreicht so die Materialität und Haptik des Objekts.
De Crousaz, der an der École des Arts Décoratifs in Genf ausgebildet wurde, gehört zu der bedeutenden Generation schweizerischer Keramikkünstler der Nachkriegszeit, die skulpturale Experimente mit raffiniertem Handwerk verbanden. Seine Werke sind außerhalb der Schweiz noch relativ selten und bei Sammlern europäischer Studiokeramik zunehmend begehrt.
Höhe: 24 cm
Breite: 15 cm
Tiefe: 13 cm
Andrea Denner für Mario Enke Werkstattvase
Die zweite Vase, die in der Werkstatt von Mario Enke bei Potsdam entstand und Anfang der 1970er-Jahre von Werkstattmeister Andrea Denner modelliert wurde, zeichnet sich durch eine kompaktere und introspektivere Formensprache aus. Ihr runder, kugelförmiger Korpus wird lediglich von einer kleinen zentralen Öffnung unterbrochen, wodurch Masse, Textur und Oberflächenrhythmus gegenüber traditioneller Funktionalität betont werden.
Die Oberfläche vereint gedämpfte violette Knötchen, eingeritzte lineare Texturen und eine vulkanische, matte Glasur in erdigen Beige- und Grautönen. Das Objekt erinnert an geologische Formationen, Satellitenbilder oder Meeresorganismen und ist damit fest in der experimentellen Formensprache der mitteleuropäischen Studiokeramik der 1970er Jahre verankert.
Höhe: 9 cm
Breite/Durchmesser: ca. 14 cm
Details
Designer: Jean-Claude de Crousaz & Andrea Denner nach Mario Enke
Hersteller/Werkstätten: Arpot Swiss Keramik & Mario Enke Workshop
Länder: Schweiz & Deutschland
Zeitraum: 1960er–1970er Jahre
Material: Keramik
Oberfläche: Satinierte und matte Glasuren
Farben: Beige, Creme, Rostrot, Grau, gedecktes Lila
Zustand: Beide Stücke befinden sich in sehr gutem Vintage-Zustand mit nur geringen, alters- und gebrauchsbedingten Spuren, die der Studiokeramikproduktion und dem Alter entsprechen. Keine sichtbaren Risse oder Reparaturen. Bitte betrachten Sie alle Fotos sorgfältig.
Anmerkung für Sammler: Hochwertige Keramikpaare dieser Qualität sind immer seltener zu finden. Obwohl sie stilistisch unterschiedlich sind, ergänzen sich diese beiden Vasen durch ihre gemeinsame Haptik, ihre biomorphe Anmutung und ihre skulpturale Zurückhaltung hervorragend.
Ein herausragendes Ensemble für Sammler europäischer Studiokeramik, brutalistischer Interieurs, organischen Modernismus oder dekorativer Kunst der Nachkriegszeit.
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
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Spezifikationen
ZustandSehr gutFarbenTaupe, Mehrfarbig, Orange, GelbMaterialKeramikAnzahl der Artikel2Höhe24 cmBreite15 cmTiefe13 cm