Heinrich Fuchs Lorenz Hutschenreuther „ARCHAIS“ Biskuitporzellan Vase Duo Op-Art
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Heinrich Fuchs für Lorenz Hutschenreuther – Kuratiertes „ARCHAIS“-Vasen-Duo aus Biskuitporzellan | Deutschland, 1960er–1970er Jahre
Ein beeindruckendes Duo skulpturaler Biskuitporzellanvasen aus der berühmten Serie ARCHAIS von Heinrich Fuchs für Lorenz Hutschenreuther, Bayern. Die in den späten 1960er und 1970er Jahren entstandenen Werke zählen zu den radikalsten und raffiniertesten Neuinterpretationen von Porzellan im deutschen Nachkriegsdesign.
Die beiden Vasen bilden zusammen einen faszinierenden architektonischen Dialog: Das eine Gefäß besticht durch tief eingelassene, kreisförmige Reliefs, das andere durch langgestreckte, konkave Rhythmen, die das Licht in skulpturale Bewegung verwandeln. Nebeneinander präsentiert, wirkt das Paar beinahe wie eine modulare Reliefskulptur – ein Zusammenspiel von Geometrie, Schatten und taktiler Abstraktion.
Design & Künstlerischer Kontext
Die Serie ARCHAIS markierte einen entscheidenden Bruch mit dem traditionellen Dekorporzellan. Heinrich Fuchs betrachtete Porzellan nicht nur als Material für Gefäße, sondern als Medium für skulpturale Experimente. Inspiriert von Op-Art, organischer Abstraktion und architektonischem Modernismus entwickelte er Formen, die durch Wiederholung, Relief und optische Tiefe geprägt sind.
Die kleinere Vase zeichnet sich durch eine rhythmische Abfolge kreisförmiger Vertiefungen in einer stark grafischen, geometrischen Komposition aus. Das größere Gegenstück führt einen weicheren, langgestreckteren skulpturalen Rhythmus ein, mit geschwungenen, fast erodierten oder vom Wind geformten, konkaven Formen.
Gemeinsam fängt das Duo die für Fuchs’ Werk zentrale Spannung ein: Präzision und Weichheit, Geometrie und Erosion, serielle Wiederholung und organische Bewegung.
Das matte, weiße Biskuitporzellan verstärkt diesen Effekt eindrucksvoll. Ohne Glasur oder Reflexion absorbieren und formen die Oberflächen das Licht, wodurch Schatten zu einem integralen Bestandteil des Designs werden. Je nach Winkel und Beleuchtung wechseln die Objekte kontinuierlich zwischen minimalistischer Ruhe und dynamischer optischer Vibration.
Material & Handwerkskunst
Gefertigt aus feinem, unglasiertem Biskuitporzellan, demonstrieren beide Vasen die außergewöhnlichen technischen Standards von Lorenz Hutschenreuther, einem der bedeutendsten Porzellanhersteller Deutschlands.
Biskuitporzellan erfordert höchste Präzision beim Brennen und Veredeln, da die fehlende Glasur keine Unvollkommenheiten kaschiert. Die Reinheit des Materials wird hier selbst Teil der ästhetischen Sprache: samtig, architektonisch und haptisch besonders ansprechend.
Die Serie ARCHAIS zählt zu den innovativsten Keramikproduktionen der Nachkriegszeit in Westdeutschland und schlägt eine Brücke zwischen industrieller Porzellanherstellung und skulpturaler Atelierpraxis.
Details
Designer: Heinrich Fuchs
Hersteller: Lorenz Hutschenreuther, Bayern
Serie: ARCHAIS
Material: Biskuitporzellan (unglasiert)
Farbe: Weiß
Oberfläche: Matt
Epoche: 1960er–1970er Jahre
Stil: Op-Art / Mid-Century Modern / Skulpturaler Minimalismus
Abmessungen
Große Vase:
Höhe: ca. 25,5 cm
Breite: ca. 16 cm
Tiefe: ca. 10 cm
Modell: 5093/25
Kleinere Vase:
Höhe: ca. 28 cm
Breite: ca. 12,5 cm
Tiefe: ca. 12 cm
Beide Stücke sind an der Unterseite gemarkt.
Zustand
Sehr guter Vintage-Zustand mit minimalen, dem Material und der Zeit entsprechenden Gebrauchsspuren. Keine nennenswerten Beschädigungen wie Risse oder Reparaturen. Geringfügige herstellungsbedingte Unregelmäßigkeiten sind bei Biskuitporzellan üblich.
Über den Designer
Heinrich Fuchs (1928–2017) zählt zu den bedeutendsten Innovatoren des deutschen Porzellandesigns der Nachkriegszeit. Seine Zusammenarbeit mit Hutschenreuther in den 1960er- und 1970er-Jahren führte eine radikal moderne Bildsprache in eines der traditionsreichsten Porzellanhäuser Deutschlands ein.
Seine Serien ARCHAIS und Calabash sind heute besonders begehrt aufgrund ihrer skulpturalen Formgebung und der Verschmelzung von Op-Art-Elementen mit einer haptischen, fast geologischen Oberflächenstruktur.
Sammlerperspektive
Dieses sorgfältig zusammengestellte Duo besticht durch seine charakteristische Kombination zweier Formen, die sich ergänzen, anstatt zu duplizieren. Die eine betont kreisförmige Wiederholung und grafische Struktur, die andere erkundet fließende, konkave Bewegungen und vertikalen Rhythmus. Gemeinsam bilden sie ein architektonisch anmutendes Ensemble, das minimalistisch und sinnlich zugleich wirkt.
Ideal für Sammler von:
– Deutschem Nachkriegsdesign
– Op-Art und geometrischer Abstraktion
– Skulpturaler Keramik und Porzellan
– Minimalistischen und Japandi-Interieurs
– Dekorativer Kunst der Mitte des 20. Jahrhunderts in Museumsqualität
Das Paar wirkt als eigenständige Skulpturengruppe besonders schön, vor allem in Interieurs, die Licht, Schatten und die Reinheit der Materialien betonen.
Allgemeine Informationen
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Internationale Käufer: Eventuell anfallende Einfuhrzölle oder Steuern sind vom Käufer zu tragen.
Alle Artikel werden sorgfältig fotografiert und beschrieben. Vintage-Stücke können leichte Gebrauchsspuren aufweisen; größere Mängel werden ausdrücklich erwähnt.
Privatverkauf gemäß den gesetzlichen Bestimmungen: Keine Rückgabe, keine Rückerstattung, keine Gewährleistung.
Spezifikationen
ZustandSehr gutFarbenWeißMaterialPorzellanAnzahl der Artikel2StilVintageHöhe28 cmBreite12 cmTiefe12 cm